Ruby modeltWir schrieben letztens ja schon, dass hier nach Ruby’s negativem FeLV-Test wieder intensiv nach einem neuem Mitbewohner gesucht werden wird. Diese Suche hat nun konkrete Formen angenommen. Wir haben uns letztes Wochenende auf einigen Tierschutzverein-Seiten umgesehen. Die Eckdaten sahen wie folgt aus:

Ein Kater sollte es sein. Altersunterschied zu unserer 2-jährigen Ruby höchstens 1 Jahr nach unten und 3 Jahre nach oben. Zutraulich sollte er natürlich auch sein. Wohnungshaltung versteht sich bei uns von selbst. Mit anderen Katzen durfte der neue Bewohner keine Probleme haben.

Bei unserem „Stammtierschutzverein“ wurden wir dieses Mal nicht direkt fündig – also erweiterte wir den Suchradius. Bei der Katzenhilfe Hoyerswerda e.V. wurden wir schließlich fündig. Sandokan hieß der 5-jähige Kater, der wirklich eine ziemlich bewegte Vergangenheit hatte:

(c) Katzennot.de
(c) Katzennot.de

Sandokan wurde auf einem Dorf ausgesetzt und versuchte sein Glück an jeder Tür. Erst als ihm ein Schlag auf dem Rücken die Bewegungsfreiheit nahm, hatte jemand Mitleid mit dem armen Tier und brachte es zu uns. Abgemagert und mit Schmerzen, war er froh, endlich wieder in Sicherheit zu sein. Sandokan ist ein ganz lieber Kater und völlig auf den Menschen bezogen. Auch als Zweittier möglich, Wohnungshaltung.

Wir fuhren also heute nach Hoyerwerda, um dem Kater unsere Aufwartung zu machen. Wir erwischten den süßen Fratz allerdigs zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt: Die Fressnäpfe wurden kurz vorher gefüllt. Da der Kater logischerweise was die Futteraufnahme betrifft so einigen Nachholbedarf hat, würdigte er uns keines Blickes. Er tapste von Napf zu Napf um ja so viel Futter wie möglich aufzunehmen. Wir hatten vollstes Verständnis! Uns blieb so die Zeit eine extrem verschmuste Kuhflecke , die leider ein chronisches Lungenleiden hat, einen nach einem Kippfensterunfall inkontinent gewordenen Kater und eine sehr schöne Maine-Coon-Mischlingskatze zu beschmusen. Letztere hatte vor nicht allzu langer Zeit eine erfolglose Vermittlung hinter sich. Die in ihrem erhofften neuen Zuhause lebende Katze verstand sich leider nicht mit ihr. So kam sie nach gerade mal einem Tag zurück zu den Katzenfreunden in Hoyerswerda. Daran hatte sie ordentlich zu knabbern. Sie hatte so sehr gehofft, eine neue Heimat gefunden zu haben.

Es waren so viele Schicksale, die wir dort mitbekamen. Auch das von 3 kleinen Fellknäueln die einzig aus dem Grunde abgegeben wurden das Frauchen lieber einen Hund haben wollte schockierte uns. Als ob Haustiere ein Kleidungsstück wären, welches man einfach bei Nichtgefallen in die Kleidersammlung geben kann. Wir können solche Menschen echt nicht verstehen. Umso mehr bewundern wir die Arbeit, die WIRKLICH tierliebe Menschen in Vereinen wie diesem verrichten.

Aber ok, ich schweife ab. Wir waren nach dem Besuch ziemlich unschlüssig. Für wen wollten wir einen neuen Mitbewohner? Für uns wollten wir sicher einen Kater. Warscheinlich als Ersatz für Dusty. Doch war das auch für Ruby das Beste? Da waren wir plötzlich total unschlüssig. Uns kamen die kleinen Problemchen wieder in den Sinn, die Dusty und Ruby definitiv hatten. Dusty war beim Spielen eindeutig der Kämpler-Typ. der sprang auf Ruby, hielt sie fest… selbige quittierte das mit einem genervten und teils auch aggressivem knurren. Das war nicht ihre Art des Spielens. Sie mag Fang- und Suchspiele. Sachen, die einem Kater eher fremd sind. Mädchenspiele halt.

Wir kamen zu dem Schluss das – so sehr wir uns auch einen neuen Kater im Hause wünschten – es für Ruby doch weitaus erfüllender sein dürfte, eine SpielgefährtIN zu haben. Wer rückte also schlagartig in unsere nähere Auswahl? Genau, die kleine Kätzin, die erst vor Kurzem aus einem vermeintlich neuem Zuhause wieder zurück zu den umtriebigen Mitarbeitern der Katzenhilfe Hoyerswerda kam. Ihre Beschreibung ließt sich übrigens so:

(c) katzennot.de
(c) katzennot.de

Luna hatte ein gutes Zuhause bis ihr Frauchen verstarb. Nun muss sie im Tierheim leben und es fällt ihr nicht leicht. Aber sie ist eine ganz freundliche und verträgliche Katze, die sich sicher schnell in einem neuen Zuhause einleben wird. Wohnungshaltung. Luna ist eine Heilige Birma.

Ob nun Helige Birma oder Maine-Coon in ihr steckt ist uns eigentlich vollkommen egal. Der erste Eindruck war sehr positiv und die kleine Maus verdient – genau wie Sandokan – ein neues Zuhause. Wir werden morgen mal versuchen, alles Nötige in die Wege zu leiten, damit Luna bei uns einziehen kann. Da wir, was FeLV angeht, „gebrannte Kinder“ sind, bestehen wir natürlich auf einem entsprechenden Test. Die Katzenhilfe Hoyerswerda selbst führt auf Wunsch einen Leukose-Test durch – auch den werden wir wohl (auf unsere Kosten) in Anspruch nehmen. Das wird sicher leider die Zeit verlängern, bis wir Luna hier einziehen lassen können… doch das ist es uns wert.

Drückt uns und Luna die Daumen 😉

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